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Hier wird gearbeitet (manchmal)

Ursprünglich legten Römer in Castrop einen Militärposten an, da sich hier zwei Römerstraßen kreuzten. Nach und nach nutzten jedoch auch Händler diese Anlagen als Handelslager, um ihre Waren zu deponieren. Auf dem Gelände der späteren Zeche Erin befand sich eine germanische Siedlung, die vom Ende des 1. bis zum 5. Jahrhundert nach Christus enge wirtschaftliche Beziehungen zum Römischen Reich hatte. Karl der Große legte im Sachsenkrieg entlang der Straßen Verpflegungslager und Stützpunkte an und er selber nutzte die Römerstraße bei seinem Marsch Richtung Norden. Diese mussten sich aus dem Land ernähren und waren früher noch als Reichshöfe bekannt. Diese Reichshöfe entwickelten sich zu Ortschaften, in diesem Fall wurde aus Castorp - Dorf am Speicher - Castrop. 834 wurde die Villa Castrop das erste Mal urkundlich erwähnt. Im Jahre 1484 stellte Johann II. von Cleve den Bürgern einen Freiheitsbrief aus. 1902 entstand aus der Titularstadt Castrop und zwei weiteren Gemeinden die Stadt Castrop. Am 1. April 1926 wurde die Stadt Castrop-Rauxel aus Teilen der Stadt Castrop und des Amtes Rauxel gebildet. Sie gehörte zunächst zum Landkreis Dortmund bevor sie am 1. April 1928 kreisfrei wurde.
(Quelle: Wikipedia)
Eigentlich stammen die Gerstenköper's aus einer katholischen Familie aber in den Kriegsjahren ergaben sich manche Dinge als geplant. Vater im Krieg und wir hielten uns in Castrop bei Oma und Opa auf. Wenige Tage nach meiner Geburt hielt sich der nette Pastor Nelle in der Nachbarschaft auf und so ergab es sich, dass ich evangelisch getauft wurde. Zurück aus der Stadt in der Dorfgemeinschaft Kallenhardt, begann für mich eine Odyssee. Einen Evangelischen hatten die Dörfler noch nie gesehen. Taufschein 09. November 1941 Durch die Rücksichtslosigkeit beim Vormarsch, hatten es die deutsche Wehrmacht bis kurz vor Moskau geschafft. Auf dem Weg dahin ging man mit einer nie da gewesenen Brutalität vor. Nach dem Krieg wurden die Verbrechen ausschließlich der SS zugeschrieben aber inzwischen ist bekannt, dass alle Truppenteil gemordet und gebrandschatzt haben.Truppenteile der Wehrmacht schlossen die Einwohner in Polen und Russland in ihren Häusern ein und brannten diese nieder.
Mein Geburtshaus, Ringstraße 60 - In dem Zimmer an der Pfeispitze bin ich geboren.Ringstraße 60 vom Schellenberg aus betrachtet. Nähe dem ehemalien BunkerDie Ringstraße 60 von Rauxel aus gesehen. Mein Geburtshaus hinten linksDer Blick aus meinem Schlafzimmerfenster. Die alte Brücke zur Stadtt
Die LutherkircheDie Kanzel von Pastor NelleDie Empore mit OrgelDas Taufbecken am 9. November 1941 meine Taufe
Die Lutherkirche, erbaut 1881 von der evangelischen Kirchengemeinde in der Altstadt von Castrop im Stil der Neobacksteingotik.  ist ein der Wahrzeichen der Altstadt. Sie wurde am 1. Advent 1881 in einem Festgottesdienst eingeweiht. Aufgrund der außergewöhnlich guten Akustik, wird die Kirche sehr häufig für Konzerte genutzt.
27. Oktober 1941 - Welch einen schlechten Zeitpunkt habe ich mir ausgesucht, am Leben teilzunehmen!  Hier nur ein Beispiel wie die Nazis mit Menschen umgingen, die ihnen nicht in's Bild passten.

Adolf Hitler war von Anfang von dem Willen besessen, den jüdischen Bolschewismus völlig zu vernichten und den Osten zu erobern, um Lebensraum für das deutsche Volk zu schaffen. Am 1. September 1939, eröffnete um 4:45 Uhr das Linienschiff "Schleswig-Holstein" überraschend das Feuer auf die polnischen Befestigungen der Stadt Danzig und erklärte den Anschluss Danzigs an das Deutsche Reich. Seit August 1939 berichteten Zeitungen und Rundfunk fast täglich über angebliche polnische Grenzverletzungen und Gewalttaten an der deutschen, in Polen lebenden Minderheit. Am 06. Oktober 1939 ergaben sich die letzten Truppenteile bei Kock und Lublin. Der "Blitzkrieg" gegen Polen verlief aus deutscher Sicht positiv. Die eigenen Verluste waren mit rund 10.600 Gefallene, 30.000 Verwundeten sowie 3.400 Vermissten. Auf polnischer Seite dagegen verlor die Armee 120.000 Soldaten und 917.000 wurden als Kriegsgefangene in deutsche Lager verschleppt. Am 25. Oktober 1939 wurde das Gebiet für die "Einsatzgruppen" und ihren Terror gegen die polnische Bevölkerung freigegeben. Das Morden begann in groß angelegten Aktionen. Beinahe ausnahmslos beteiligten sich alle Truppenteile an diesen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ein besonders abscheuliches und perfides Unternehmen gegen die jüdische Bevölkerung fand am 29. und 30. September 1941 statt. In der Stadt wurden heimtückische Plakate in deutsch, russisch und ukrainisch angebracht: 

“Sämtliche Juden der Stadt Kiew und Umgebung haben sich am Montag, dem 29. September bis 8:00 Uhr Ecke der.....einzufinden. Mitzunehmen sind Dokumente, Geld und Wertsachen. Wer dieser Aufforderung nicht nachkommt und anderweitig angetroffen wird, wird erschossen.“  

Tatsächlich wurden Männer, Frauen und Kinder zum größten Massaker an Juden im zweiten Weltkrieg zusammengetrieben. Innerhalb von 36 Stunden töten Nazi-Einsatztruppen fast 34.000 Menschen in der nahegelegenen Schlucht von Babyn Jar. Mit dem Gesicht zur Erde mussten sie sich an die Muldenwände hinlegen. In der Mulde befanden sich 36 Schützen. Die dann folgenden Juden mussten sich auf die Leichen in der Grube legen. Die Schützen haben jeweils hinter den Juden gestanden und diese mit Genickschüssen getötet. Bei Kindern sparten sich die Mörder oft die Munition. Sie wurden auf die Leichenberge geworfen und mit Erde zugeschüttet. Noch stundenlang in der Nacht waren die Schreie und das Stöhnen der Sterbenden zu hören. Am Tage meiner Geburt am 27. Oktober 1941 befand sich der Krieg auf dem Höhepunkt und dauerte leider auch noch bis zum Sommer 1943, bis sich die deutschen Truppen allmählich von der Ostfront zurückziehen mussten. Am 08. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Heeresführung. Das Ergebnis der Kriegshandlungen und der systematischen Ermordung von Menschen des jüdischen Glaubens waren das ca. 50 Millionen Menschen ums Leben gekommen sind.  
Im Sauerland waren wir vor Bombenangriffen relativ sicher. Trotzdem hielten wir uns sehr häufig in Castrop auf. Glücklicherweise brauchten im Alarmfall nur aus unserer Haustür über die Straße laufen und waren in wenigen Sekunden im sicheren Bunker. Man hatte einen Stollen in Schellenberg gegraben. Die Bauarbeiten waren zwar noch nicht abgeschlossen aber es war unser Zufluchtsort und wir fühlten uns behütet. Ich erinnere mich noch daran, dass die Loren noch auf Schienen in der Mitte des Bunkers standen und die Eingangstreppe provisorisch aus Holzbrettern zusammengenagelt waren.
Der Stadtrat ist inzwischen auch von der braunen Horde durchsetzt und beteiligt sich an Verbrechen wie, Deportationen zur Tötung von jüdischen Kindern, Frauen und Männern und liefern im Rahmen der Euthanasie mindestens 50 Castroper Bürger in die Gaslager aus. 
1931-1945 Dr. Richard Anton - stellvertretender Ortsgruppenleiter 29.11.1929 bis 01.02.1931 Bezirksleiter Castrop-Herne-Wanne-Eickel 22.07.1930 bis 01.04.1931 Ortsgruppenleiter 15.02.1931 bis 07.091932 Kreisleiter 1932-1937 Hermann Wagner SS Ratsherr  1936 Widumerstraße mit Hakenkreuzfahnen 1941 Ein verführtes BDM Mädel
Das goldene Buch der Stadt Castrop-Rauxel. Ein Band von drei Bänden. Um welchen Band es sich handelt, kann ich nicht mehr sagen. Da ich nur ein Band in Augenschein nehmen konnte, weiß ich nicht, ob alle Einbände gleich waren.1961 trug sich Willy Brandt auch als regierender Bürgermeister von Berlin in das goldene Buch ein. Das Bild ist eine Bleistiftzeichnung von mir etwa aus dem Jahr 1975. Das war mein erster Versuch, Portäts zu zeichen. Die Rückseite des goldenen Buches mit dem Reiterdenkmal. "Zum feierlichen Festakt der 1100-Jahrfeier am 22.7.1934 vormittags 11:30 Uhr hatten sich im Wichernhaus in der Aldtstadt Castrop die auf den nachstehenden Seiten eingetragenen EHRENGÄSTE ......
Das goldene Buch der Stadt Castrop-Rauxel. Ich war eine gewisse Zeit für den Heimatverein tätig und erinnere mich, dass die Sammlung inzwischen 3 Bände umfasst. Ein besonderer brisanter Band galt lange Jahre als verschwunden. Möglicherweise wurde es auch der Allgemeinheit gegenüber zurückgehalten. Es machte sich einfach nicht gut, hatten sich doch noch vor 1933 in der Regel nur ehrenwerte Persönlichkeiten darin verewigt, prangen nun Eintragungen von Nazigrößen auf vielen Seiten. Leider bekommt auch eine weiße Weste einmal Flecken und diese gehören nun einmal zm Lebebn, wie gerne man sie auch vergessen möchte. Damit muss man leben und umgehen, denn es gehört zu einer lückenlosen Zeitgeschichte. Castrop-Rauxel steht nicht allein da, beinahe alle deutschen Städte müssen mit diesem “Schönheitsfehler“ leben.
Wir wohnten damals im Sauerland, anfangs noch in Kallenhardt aber ich wurde in Castrop in dem Haus an der Ringstraße geboren. Vater war im Krieg und meine Mutter hielt sich bei ihren Eltern auf. Schon am 09. November 1941 wurde ich in der Lutherkirche getauft. Heute verkommt mein Geburtshaus von Jahr zu Jahr mehr.
Neben den Bunkern, die als Stollen in Berge getrieben wurden, gab es Hochbunker, auch Turmbunker genannt, die aus hochwertigen und massiven Beton gegossen wurden. Eines dieser Exemplare war 33 Jahre lang (von 1942 bis Mai 1975) ein Wahrzeichen der Stadt. In den 50er Jahren wurden Fenster in den Bunker gesprengt und für 5 Familien Wohnungen hergerichtet. Diese Behelfswohnungen standen Heimatvertrieben zur Verfügung. Es war ein Zufall, dass ich zum Zeitpunkt der Sprengung in Castrop war.
Beinahe unbehelligt flogen die alliierten Bomber ihre Angriffe auf unsere Städte und Industrieanlagen. Der Bombenkrieg, der sich vor allem gegen die großen Industriestädte des Ruhrgebiets richtete, hatte auch unter der Zivilbevölkerung große Opfer gefordert. So kamen in den Reviermetropolen rund 35.000 Menschen bei den Luftangriffen alliierter Bombergeschwader ums Leben; eine noch viel größere Zahl wurde verletzt. Viele Städter, die mit dem Beginn der Bombardements in weniger bedrohte Regionen des Deutschen Reichs geflohen waren, sind verschollen, und die Zahl der unter Trümmern verschütteten Menschen ist nicht zu ermitteln.
Original Luftaufnahme Bombenterror
Bahnhof RauxelLakestraße in Castrop
ASG CastropBladenhorst: Heimatschutz formiert sich
Westenhellweg im KriegWestenhellweg heute
Zerstörte Heimat
Mit Plakaten aller Art, versuchten die Verbrecher im "Dritten Reich" die Bevölkerung für sich und für ihre Ideologien zu begeistern.
Zeile 1
Auf den Bahnhöfen ging es turbulent zu, zur Front, von der Front oder auf's sichere Land
Was die Bomben zerstörten, räumten die "Trümmerfrauen" wieder auf. Links unten Tante Lieschen (rechtes Foto)
Dieser Junge verlor alle seine Angehörigen und schaut in eine ungewisse Zukunft.Ein junger Kriegsversehrter, hat noch sein Leben aber keine Beine mehr.Er fragt sich, wofür er eigentlich gekämpft hat.Ein Hitlerjunge wurde von amerikanischen Soldaten noch brutal mißhandelt.