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Führungskräfte des selleristischen Managements im zähen Ringen mit den Problemen der Gegenwart. Die Kissenkamper Debatte in bewährter Manier.

DURCHBRUCH UND WENDE

Die Führungsspitze der Sellerie-Bewegung stellt sich dem jährlichen Dialog:

Sellerie Joe S1 'Günther Mertens' 
BigBenBu S2 'Jochen Buschmann' 
Widerliche Lilie S3 'Hans-Dieter Lienenkamp' 
Köppi S4/SO 'Alwin Köppikus-Röttger' 
Schöpping der Elch 'Dieter Gerstenköper'
DivPersMei 'Günther Lahmer'
Acht-Pfund v.d.R. 'Rolf Herbold'
StierBuh der Saubere 'Günther Schulze'
LoFü der Lokomotivführer 'Paul Hundeloh'

Die Stimmung kann als angespannt bezeichnet werden, aber als durchaus nicht hoffnungslos. Die auf dem Tisch gesta-pelten Akten deuten schon an, dass diese Herren sich nicht so schnell ein X für ein U vormachen lassen. Die vielen Orden und Auszeichnungen lassen erkennen: Hier hat die selleristische Elite Platz genommen.
Die Anwesenheitsliste wird durchgereicht. Diszipliniert wird diese von einem zum anderen weitergereicht.
Der Protokollführer überzeugt sich von der Richtigkeit der Eintragungen und übergibt die Liste dem S1. Der liest diese für jedermann verständlich vor und hakt ab. Dabei rufen die genannten Personen immer laut "Hier". 
Langanhaltender Beifall.
Der S1 unterbricht stehend den Beifall und gibt bekannt, dass 56,25% der Selleristen...........
Der Kellner kommt. Er bringt 9 Pils und 3 Korn. Er fragt, ob alles auf einen Deckel geht, oder ob jeder einzeln...............
Der S1 immer noch stehend, fährt fort, dass 56,25% der Mitglieder anwesend sind. 25% seien verhindert, 6,25% unbekannt verzogen, so dass uns auch diesmal wieder die alljährliche Dunkelziffer von 12,50% verbleibt. Der S1 schlägt vor, diese erst einmal im Raum stehen zu lassen.

LoFü, der alles mitgeschrieben hat, will wissen, wer sich unter den 6,25% unbekannt Verzogenen verbirgt. Antwort: Der Pommes v.d. Ratzeburg. Außerdem solle man die Dunkelziffer von 12,50% nicht alljährlich durch die Bücher schleppen, sondern prozentual auf die anderen aufteilen. Dabei solle Pommes, als ständig unbekannt Verzogener, nur 50,00% von jenen Prozenten erhalten, die den anderen zugeschlagen werden. Nach seinen Berechnungen hätten wir von einem zu verteilenden Gesamtpaket von 12,50% gegenüber dem Anspruch von 16 Personen auszugehen unter Berücksichtigung des besonderen Status des unbekannt Verzogenen, den er als UV-STATUS bezeichnet.
Verhaltener Beifall, allgemeines Gemurmel. Einzelgespräche zwischen den Tischnachbarn. Es wird gerechnet.
DivPersMei erhebt sich: Ich kann durchaus feststellen, dass für den UV-STATUS eine Mehrheit vorhanden ist. Die Überlegungen unseres Knollenmannes LoFü erscheinen mir sehr lösungsbezogen, und wir sollten nicht zögern, uns dieses Konzept zu eigen zu machen, um dieses leidige Thema endlich vom Tisch zu kriegen. Ich schlage deshalb vor, LoFü's Plan als DAS LOFÜ-KONZEPT in unseren Sitzungen zu verankern.
Tosender Beifall, Klopfen auf den Tischen. BigBenBu verschafft sich nur schwer Gehör: Meines Erachtens wäre die Bezeichnung LOFÜ-STATUS-UV-KONZEPT viel treffsicherer.

Die Widerliche Lilie: Wir wollen es uns doch nicht schwerer machen als es so schon ist. Ich tendiere da schon eher zu einem kurzen LOFÜ-KONZ oder einfach KONZ-LOF, schlägt Köppi S4 vor.
Sellerie Joe, der S1, ergreift jetzt offiziell das Wort: Meine Herren, meine Herren, ich bitte sie, wir wollen uns doch nicht schon vor dem Beginn der eigentlichen Sitzung, also der richtigen Sitzung, in Titeldialogen verstricken. Wir sollten endlich mit unserer Tagung anfangen. Aus diesem Grunde stellen wir dieses Thema erst einmal zurück, und zwar auf den 8. Oktober dieses Jahres. Ich habe mich mit dem Schöpping besprochen, unter dem Begriff "DER KONZ-LOF-TITEL-DIALOG" soll dann eine verfassungsgerechte Entscheidung herbeigeführt werden. Bis dahin bleibt es bei unseren 56,25%. Wir sind damit übrigens beschlußfähig.

Zwischenruf StierBuh: Bravo, wir sollten endlich mit der Tagung beginnen.
Sellerie Joe, am Kopf des Tisches stehend, gibt die Tagesordnung bekannt:

1.) Begrüßung durch den S2 BigBenBu

2.) ?
Der Kellner fragt, ob alle zufrieden seien, und ob er noch 9 Bier bringen solle. Es werden 8 Bier und 9 Schnäpse aufgegeben. Schöpping bevorzugt einen Halbliter Weißwein. Der Ober empfiehlt einen Kröseldorfer Moselschlopf, und ob sie schon das Essen bestellen wollen. Köppi S4 entscheidet sich für Schweinelendchen. Die Anderen bestellen Selleriesalat.
Sellerie Joe fährt fort: Die Tagesordnung der Kissenkamper Gespräche, am 12. März 1979...
Der Ober will noch einmal den Köppi fragen, ob er zu den Schweinelendchen auch einen Salat haben wolle. Doch Köppi ist gerade austreten.
Die Tagesordnung kann noch nicht verlesen werden, denn jetzt muß auch der Sellerie Joe austreten. Die anderen Teilnehmer nutzen die Gelegenheit und passen sich den allgemeinen Bedürfnissen an. Nur LoFü nutzt die kleine Pause, den UV-STATUS in Ruhe zu berechnen. Sellerie Joe und Köppi S4 kommen als erste wieder zurück und vertiefen sich derweil in den KONZ-LOF-TITEL-DIALOG. Auch die anderen kommen, es hat allen gut getan. Jetzt muß auch LoFü, er will sich beeilen.

Auch Selleristen haben sich dem körperlichen Druck zu beu-gen. Aber auch hier entziehen sie sich im zwanglosen Grup-pengespräch nicht ihrer Verantwortung. Dieses sogenannte Kloloquium beweist, dass bei gemäßigtem Strahl durchaus positive Ergebnisse zu erzielen sind.
Alle sind wieder da. Sellerie Joe verliest die Tagesordnung:

1.) Begrüßung durch den S2 BigBenBu
2.) Allgemeines
3.) Terminierung der nächsten Versammlung
4.) Sonstiges
5.) Geselliger Ausklang

gedämpfter Beifall.
DivPersMei schlägt vor, den Punkt 4.) SONSTIGES auf Punkt 2.) vorzuschieben und den Punkt 3.) ALLGEMEINES im Punkt 4.) zu besprechen.

Einspruch von Schöpping den Elchen. Er schließt sich zwar in den Grundsätzen der Auffassung seines Vorredners an, doch nach seiner persönlichen Einschätzung der Sachlage scheint es dem an uns gestellten Auftrag dienlicher zu sein, die Punkte 2) ALLGEMEINES und 4) SONSTIGES nahtlos nacheinander zu diskutieren, zwar auch in der Reihenfolge wie es DivPersMei vorschlug, also Punkt 4) in Wirklichkeit 2), Punkt 2) dann als 3). Der bisherige Punkt 3) fiele dann auf 4) zurück.

Zwischenfrage von der Widerlichen Lilie: Das heißt also erst SONSTIGES, dann ALLGEMEINES und dann TERMINIERUNG?

Der S1 weist die Teilnehmer darauf hin, dass ja erst die BEGRÜSSUNG durch den S2 erfolgt, und dann erst SONSTIGES, ALLGEMEINES und die TERMINIERUNG und schließlich der GESELLIGE AUSKLANG.

Der Ratzeburger Acht-Pfund greift die Idee des nahtlosen Durchdiskutierens der Punkte 4) und 2) noch einmal auf, und spricht hier von einem hoch einzuschätzenden NAHTLOS-EFFEKT. Er geht aber noch weiter und empfiehlt eine Zusammenlegung der Punkte 4) und 2.) SONSTIGES und ALLGEMEINES in einen gemeinsam vereinten Punkt als sogenannte RATIONALE-PUNKTFUSION. In diesem Zusammenhang bildete er den neuen Begriff  DUALDIALOGIE, die es ermöglicht, 2 Themen gleichzeitig abzuhandeln.
“Bravo“ ruft StierBuh der Saubere: SONSTIGES und ALLGEMEINES in einem Punkt zu vereinen, kann ich nur begrüßen. Doch nicht auf der Basis der DUALDIALOGIE-THEORIE, sondern einzig in dem Mut, sich unkonventionell von einem Punkt zu trennen. Ich plädiere, und dies mit allem Nachdruck, für das “AUS“ eines Punktes. Da ich persönlich ALLGEMEINES für erheblich wichtiger halte als SONSTIGES, kann die Devise nur heißen………..“OUT-POINT" für Punkt 2).

Sehr richtig, schließt sich auch Köppi S4 der Meinung an, nur eine gut geplante OUT-POINT-STRATEGIE kann uns aus dem zu bezeichnenden KISSENKAMPER-DEBAKEL herausführen.

LoFü der Lokomotivführer mischt sich ein: Ich wehre mich auf’s Schärfste, in diesem schwierigen Stadium, in dem jeder von uns mit seinen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln ehrlich um eine Lösung ringt, die der ganzen Sache dienen soll, nämlich der selleristischen Idee, dass in diesem Stadium von einem KISSENKAMPER-DEBAKEL gesprochen wird. Ich möchte doch bitten, dies auf eine Bezeichnung wie MÄRZ-DILEMMA abzuschwächen.

StierBuh wird ungeduldig: Wir sollten uns doch nun wirklich nicht darüber streiten, ob DEBAKEL oder DILEMMA, denn……………….

LoFü: Aber KISSENKAMPER oder MÄRZ, darum geht es doch hier…….

StierBuh:………….Hier geht es um OUT-POINT, um OUT-POINT geht es hier…..Raus mit dem Punkt aus der Tagesordnung, und endlich anfangen mit der Tagung.
Jetzt erregt sich DivPersMei: Wissen Sie eigentlich, was Sie da sagen ... im Klartext ... wissen Sie das? Sie wollen uns einreden, Probleme dadurch zu lösen, in dem man Sie einfach nicht beachtet. Einfach raus mit dem Problem ... einfach weg damit, so unter dem Motto „Was geht uns das an“. Streichen Sie doch auch einfach die TERMINIERUNG, oder die BEGRÜSSUNG, streichen Sie, streichen Sie doch einfach weiter ... aber ich frage Sie, wie wollen wir den an uns gestellten geschichtlichen Auftrag und die Probleme der uns anvertrauten Knollenmänner draußen im Lande lösen. Das frage ich Sie.
Das soll ein Kröseldorfer Moselschlopf sein? Das ist doch niemals ein Kröseldorfer Moselschlopf, ist das nicht! Schöpping wendet sich lautstark an den Ober, der wieder eine neue Runde servierte. Ich bin häufig genug an der Mosel gewesen, um das zu beurteilen, unterstrich er seine Beschwerde, ich bezeichne diesen Wein als ... schnierpig, jawohl als schnierpig. Er reicht BigBenBu das Glas: Bu, probier Du doch mal. Bu trinkt einen Schluck und bestätigt: Ja, dieser Wein ist schnierpig, wenn auch nicht ganz schnierpig ...aber etwas schon, auf jeden Fall halbschnierpig, ein Kröseldorfer-Haldschnierpwein ...so zwischen Rhein und Mosel, würd ich sagen ... also ein Kröseldorfer-Halbschnierp-schopf ...oder ein Kröselschlopf im Rhein-Mosel Halbschnierpverfahren, wenn Sie wissen was ich meine ...

Also, wir bieten diesen Wein schon seit Jahren unseren Gästen an, sagte der Ober, aber noch nie hat einer gesagt, dass er schnurzig sei. Ich sagte ja auch nicht schnurzig, sondern sprach von schnierpig, der Wein sei schnierpig, und auch der BigBenBu sprach ganz eindeutig von einem Halb-schnierp-Verfahren und nicht vom Halbschnurz-Verfahren.

Der Ober: Aber ich bitte Sie, ob schnierp oder schnurz, das ist doch letztlich egal.
So egal ist das natürlich nicht, kritisiert jetzt der Sellerie Joe die oberflächliche Haltung des Obers, denn hier handelt es sich doch offensichtlich um einen deutschen Rhein-Mosel- Wein und wir haben es dadurch mit einem Deutschen-Schnierpschnurz oder genauer mit der Frage Allgemeinen- Deutschen-Schnierp-Schnurzes zu tun.  

Die Widerliche Lilie: Aber, aber, es ging doch hier um einen ganz persönlichen Schnier-Schnurz zwischen Schöpping und dem Ober, und weniger um die allgemeine Qualität des Deutschen Weines. Dies soll uns doch nicht daran hindern, jetzt sofort mit unserer Sitzung zu beginnen. BigBenBu sollte uns jetzt begrüßen.

Zwischenruf: So einfach sollten wir es uns nun auch wieder nicht machen. Das könnte Dir so passen, DU OUTPOINTER Du, aber solange der angefrohte Verzicht ...

Ich gehöre doch gar nicht zu den OUTPOINTERN. Du hast mich jetzt mit Köppi verwechselt, ich bin Verfechter der DUALDIALOGIE, aber übrigens könnte ich sehr wohl auf SONSTIGES verzichten, wenn wir endlich mit der Sitzung anfangen könnten. 
Sellerie-Joe fährt dazwischen: So kommen wir doch nicht weiter, meine Herren. Eine globale Verzichtserklärung würde einen wachsenden Disziplinverlust zur Folge haben, nämlich die DISZIPLIN-VERLUST-FOLGE, die wir bereits 1969 unter der Bezeichnung DisVerFol in unseren Nachschlagewerken aufgenommen haben.

DivPersMei: Richtig, ein GLOBALVERZICHT ist der unweigerliche Einstieg in eine NULLPUNKT-STRATEGIE, um nicht wieder dies schreckliche Wort OUTPOINT zu benutzen. Ich lehne es daher strikt ab, den Punkt 2) bzw. 3) in irgendeiner Form zu entsonstifizieren. 

Acht-Pfund v.d.r. fühlt sich falsch verstanden: Von einer ENTSONSTIFIKATION war in der von mir entworfenen DUALDIALOGIE auch nicht konkret die Rede, es könnte ja auch entallgemeinert werden. 

Ist eine Entallgemeinerung eine wirkliche Alternative zur Entsonstifikation?
Sellerie Joe versucht zu klären: Wir gehen also davon aus. Wir stellen uns auf die Basis der DUALDIALOGIE, neutralisieren ALLGEMEINES und SONSTIGES auf einen gemeinsamen Punkt, den ich erst einmal den AS-Punkt nennen möchte, erkühnen uns, diesen an die zweite Stelle der Tagesordnung zu setzen, der Punkt 3) bliebe uns als NULL-PUNKT. Der NULL-PUNKT führt zum totalen DIS-VER-FOL, das kann nur heißen, wir müssen in irgendeiner Form diesen Punkt belegen.
Köppi S4 hat einen Vorschlag: Als ich noch Vorsitzender unseres Referat-Kreises "Die Niebelungen“ war, das heißt ich war nicht der wirkliche Vorsitzende, denn das war damals der Felix Berger, nur der ist damals sehr krank geworden.  Der hat übrigens fast 6 Monate, von Juni bis in den November hinein, ... eins, zwei, drei, vier .... also viereinhalb Monate ... aber wir haben uns immer gut verstanden, da gabs keine Probleme.

NA UND ???

... Ach ja, jetzt weiß ich wieder. Also, da haben wir den GESELLIGEN AUSKLANG immer an den Anfang gelegt, um diesen auf jeden Fall sicherzustellen. Wir könnten doch auch den GESELLIGEN AUSKLANG auf Punkt 3) schieben, so wäre auch der besetzt.

Schöpping d.E.: Ein guter Vorschlag. Den Ausklang raufschieben, doch den zusammengefaßten Punkt sollten wir anstelle nur AS mit der Bezeichnung ALLGEMEINES doch ein wenig mehr konkretisieren.
Tosender Beifall. Keine Einsprüche. Allgesonste Erleichterung. Schöpping meint, der Wein sei zwar durchaus schnierpig, aber gar nicht so schlecht. 

BigBenBu nutzt die gute Stimmung für einen weiteren Vorschlag aus: Sollte man nicht den jetzt vorgeschobenen GESELLIGEN AUSKLANG besser als GESELLIGEN MITTELKLANG in die Tagesordnung setzen?
Sellerie Joe klopft nun ans Glas: Meine Herren, Ruhe bitte meine Herren ... die Tagesordnung, die Tagesordnung. Ich gebe hiermit die Tagesordnung der KISSENKAMPER-GESPRÄCHE vom 12. März 1979 ...
„Hauuuh ... hauuuh, äääh ... äääh“ Sellerieee ... Sellerieee!“ Zwei Selleristen kommen verspätet in den Saal. Es sind Knollenmann-Sander und Anti-Karl,  die eigentlich verhindert waren.

Herr Ober, bringen Sie doch erst einmal eine Runde für alle, rief Anti-Karl zur Theke. Mensch, war das ein Betrieb auf dem Ruhrschnellweg. Borussia ging gerade zu Ende.

Weißt du, wie sie gespielt haben?

Nee, ich hab gemacht, dass ich schnell wegkam.

Hast Du noch Deinen BMW?

Na klar, aber sagt mal lieber, wie geht es Euch denn so. Habt Ihr schon fleißig gesungen?
DivPersMei: Wir sprachen gerade darüber, dass wir, wenn wir die DUALDIALOGIE ohne GLOBALVERZICHT in Form des NAHTLOS-EFFEKTES ...

Köppi S4: ... Sag ihm, dass wir den DIS-VER-FOL nicht mehr zu fürchten brauchen ...

DivPersMei: ... Das sag ich doch, und den KONZ-LOF-TITEL-DIALOG, den haben wir verschoben ... weißt Du, das war uns im Moment nicht so wichtig ... zu allgesonst ... Du verstehst schon, erstmal OUT-POINT … durch RATIONALE-PUNKT-FUSION.
Dann lasst uns mal jetzt einen schmettern, und „Anti-Karl“ stimmt das „Lied vom Knollenmann“ an. Es folgen der „Sellerie-Vorstell-Song“ und „Ich will nach Augustdorf“... Die nächste Runde kommt vom Knollenmann Sander. Jetzt wird auch geelcht. Alle machen einen lockeren Eindruck. Schöpping und Big Ben Bu trinken die 3. Flasche Schnierpwein. Das sind etwa 6 Halbschnierps ... oder 1 ½ TOTALSCHNIERPS für jeden. Nur LoFü rechnet noch an seinem LOFÜ-KONZEPT mit INTEGRIERTEM UV-STATUS. Er ist auch derjenige, der ein schwindelndes Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem gestellten Auftrag erkennt. Deshalb ruft er laut: WIR SOLLTEN ENDLICH ANFANGEN!
Wir sollten endlich anfangen !!!22:47 UHR

Sellerie Joe: 

1)  Begrüßung der Tagungsteilnehmer durch S2 BigBenBu
2)  Allgesonstes
3)  Geselliger Mittelklang
4)  Terminierung der nächsten Versammlung
5)  Falls erforderlich: Geselliger Ausklang.

Ich übergebe das Wort an ... ist was? ... Nein ... Ich übergebe das Wort an BigBenBu.
Stunde 0 - BigBenBu erhebt sich. Er trägt ein dezentes graues Flanell-Sakko zur eleganten Nadelstreifenhose. Die Seidenkrawatte ist zum Teil von seinen Orden verdeckt. Er legt seine Akten auf den Tisch, blättert noch ein wenig darin, hüstelt, und er beginnt mit den Worten:

„Guten Abend“. Dann fährt er fort.

Ich freue mich, dass Sie heute so zahlreich erschienen sind. Ich hoffe, dass diese Versammlung einen für alle zufriedenstellenden Verlauf nehmen wird. Auf dem letzten Ausbildungsseminar für junge Knollenmänner wurde ich gefragt, wo ich die größte Schwierigkeit der selleristischen Gegenwart sehen würde. Ich sagte diesen jungen Menschen: 

Unser schwierigster Auftrag ist die Schaffung von Problemen; deren Lösung stets zu unseren vornehmsten Pflichten zu gehören haben.

Meine Herren Selleristen und Knollenmänner, wir haben wieder einen Schritt nach vorn getan. Um unsere Zukunft ist mir nicht bange. Die Sitzung ist eröffnet.
Einsprüche keine