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Zum Einzug in die neue Regionalleitung hatte ich Möbel aus der Heilbronner Zentrale bestellt. Die neuen Büros waren fertig aber die Lieferung ließ auf sich warten. Wir freuten uns trotzdem, als nach zweiwöchiger Verspätung ein LKW der Spedition Wüst vor der Tür stand. Ich hatte alle Mitarbeiter zum Abladen und Einrichten zusammengetrommelt. Wir staunten nicht schlecht, die Ladefläche stand voller alter abgewetzter Möbel aus den Verwaltungsbüros. 

Die Angestellten der Kenngott-Hauptverwaltung aus der Karl-Marx-Straße in Heilbronn waren nicht zimperlich und hatten ordentlich zugelangt. Mit zügelloser Dreistigkeit bedienten sie sich an unseren eingelagerten Möbeln. Der eine befand, mein alter Schreibtisch ist für die im fernen Westfalen gut genug. An dem Drehstuhl einer anderen Angestellten fehlte ein Rad und die Einkäufer waren der Meinung, dass wir mit ihrer alten Schrankwand mit den fehlenden Jalousien besser zu recht kommen. So fand innerhalb von zwei Wochen die wundersame Verwandlung von neu mach alt statt. Die bestellte IBM-Kugelkopfschreibmaschine requirierte der zweite Geschäftsführer für sein Sekretariat. Das ganze geschah mit dem Einverständnis des “Stareinkäufers“ Remmele.
Soviel Unverschämtheit machte mich für einen Moment sprachlos. Aber wer mich kennt weiß, dass das bei mir nicht lange vorhält, bis mir eine geeignete Antwort mit dem Untertitel: „Jetzt erst recht!“ einfiel. Am gleichen Nachmittag ging es dann auch schon los. Ich ließ mir die Telefonnummer von einem Entsorgungsunternehmen aus Unna geben, bestellte einen LKW und ließ die komplette Schrott-Lieferung in den Container werfen. Von der Aktion machte ich einige Polaroidfoto und schickte diese mit dem Vermerk “Mit mir nicht!“ an Hans Kenngott.  

Nach Abschluss dieser Aktion setzte ich mich ins Auto und fuhr zur Firma “Büromöbel-Buschkamp“. Die Chefin war über meine Großbestellung hoch erfreut und ich ließ es nun richtig krachen und suchte nur die teuersten und feinsten Möbel aus. Für mein Büro bestellte ich die komplette Einrichtung in Palisanderholz. 

Auf den Knall, der aus Heilbronn habe vergeblich gewartet. Weder Hans Kenngott, noch Richard Paasch haben auch nur ein einziges Wort über diese Aktion fallen lassen.  

Aber damit war das Thema „Schreibmaschine“ noch nicht erledigt und ich stand im Wort gegenüber meiner Sekretärin Frau Krause. Ich habe immer versucht, meine Versprechen einzuhalten. Bei meinem nächsten Besuch in Heilbronn war es dann so weit. Hans Kenngott fand wieder einmal kein Ende, obwohl er wusste, dass ich in meinem Stammhotel (Inselhotel) das Fußballspiel Borussia Dortmund gegen Schalke sehen wollte. Als er dann abends der Meinung war, mich lange genug gequält zu haben, machte ich mich nach seinem Verschwinden auf die Suche nach „meiner“ Schreibmaschine. Im Vorzimmer von Herrn Zimmermann griff ich die mit einer Schutzhaube abgedeckte Maschine und brachte sie schnellstens in meinen Kofferraum. Am nächsten Tag in Unna freute sich Frau Krause über den gelungenen Clou und entfernte die Haube mit einem kleinen Aufschrei. Auf der Tastatur lag ein Bündel unerledigter Post des Geschäftsführers. Au Backe, was nun?

 Dem Einkäufer, der mir noch etwas schuldig war, schickte ich die Post an seine Privatadresse und er mogelte das Bündel wieder in den Geschäftsablauf. In Heilbronn wurde lange gerätselt, wo denn wohl die Maschine geblieben ist, und immer wenn uns die Schwaben in Unna besuchten, versteckten wir sie im Schrank, bis ich eines Tages anordnete, sie stehen zu lassen, um zu sehen, was dann passiert. Nichts war, jedem viel es sofort auf, dass es die heimgeführte Maschine war aber keiner äußerte sich dazu.   
Frl. Krause stellt mir Blumen auf den Tisch......macht Termine......und macht Fotokopien.
Autos hatten bei Hans Kenngott einen hohen Stellenwert. Deshalb war es auch für ihn normal, dass er meinen 280 SE von UNIBAU für mich als Dienstfahrzeug übernahm. Am Ende der Laufzeit gab es für die Regionalleiter einen AUDI 100 und es war für ihn selbstverständlich, diese Übergaben persönlich durchzuführen. Samstags war Tauschtag, damit keine wertvolle Arbeitszeit verloren ging. Die neuen Fahrzeugtypen fuhr er oft tagelang selbst zur Probe und erklärte uns dann umschweifend die Vorteile dieser Autos.
Auf dem Weg nach HeilbronnHerr Wendel, der damalige Einkäufer.
Heute durfte ich den HN-A 2223 zurückgeben, weil das Auto für meine Ansprüche zu wenig Leistung hatte. An diesem Samstag, brachte Hans Kenngott seine Jüngsten mit, Hannes Götz Kenngott (*1979). Hannes wurde Mediziner und hat mit dem Treppenbau nichts zu tun
Der neue......Flitzer
Anlässlich einer Reise mit Hans Kenngott zu Gründungsverhandlungen für weitere Niederlassungen in Holland, haben wir uns nach unseren Gesprächen mit der Commerzbank (Amsterdam) und der Deutsch/Niederländischen Handelskammer (Utrecht) holländische Ein- und Mehrfamilienhäuser angesehen, für die unsere Treppenanlagen geeignet sein sollten. In Amsterdam beispielsweise, reiht sich ohne Zwischenabstand ein Haus an das andere. Zwangsläufig werden bei Baumaßnahmen die Häuser von der Straßenfront aus mit Baumaterial beschickt. Zu diesem Zweck haben die Häuser in den Giebeln Umlenkrollen für Flaschenzüge. Also war klar, jetzt mussten Geländewagen mit eigener Seilwinde angeschafft werden. Ich freute mich sehr, als der erste Mitsubishi-Pajero in Unna angeliefert wurde. An vielen Wochenenden "begeisterte" ich die Warsteiner Förster, wenn ich durch ihre Wälder brauste. Ich glaube, dass Treppenanlagen in Amsterdam niemals damit hochgezogen wurden.   
Der neue BMW 520......im Einsatz.