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Unser KompaniegebäudeAus der Vogelperspektive
Am Montag den 2. Oktober 1961......betrat ich... ...das Tor zur Hölle
Die in zivil angetretenen Rekruten reagierten unterschiedlich auf die neue Situation. Die einen schauten betreten auf ihre Schuhspitzen und andere wiederum flaxten mit ihren neuen Bekanntschaften, aber jeder verspürte in sich eine angespannte und gereizte Wachsamkeit, auf das was da kommen würde. Jemand hinter mir fluchte kaum hörbar: „ Wann geht es denn endlich los in dem Saftladen!“ 

Hier standen wir zu 120 jungen Kerlen und uns gegenüber etwa 15 Ausbilder, alle in grau gekleidet und mit  undefinierbaren Dekorationen an den Ärmeln und auf den Schultern. Einer trug  3 silberne Sterne. Dieser Dreistern hielt eine Rede. Er sprach gestelzt davon, dass wir der Garant für eine friedliche Zukunft der jungen Bundesrepublik sind. Außerdem faselte er von Vaterlandsverteidigung, aber keiner hörte richtig zu. Neben mir zischte jemand ungeduldig: „Hör auf zu quatschen, ich habe Schmacht!“   

Die Ärmelwinkel wippten über ihre Schuhspitzen, die Arme auf den Rücken verschränkt und schauten abwechselnd mitleidig zum Dreistern und dann mit blitzenden Augen und lüsternen Blicken zu uns, als wollten sie sagen: „ Wartet nur ab, gleich seit ihr dran!“ Ich fühlte mich unwohl beim Anblick dieser Schlote.

Der Dreistern war fertig und zog sich, mit leichtem Kopfnicken zu den Ärmelstreifen gewandt, zurück. Dieses Kopfnicken zu seiner Kampfmaschinerie sagte soviel wie: „Da habt ihr sie und nun macht sie fertig!“

Das Schauspiel ging los, die Ärmelstreifen kreischten mit Gorillagebrüll los, sie schrien Namen, gaben widersprüchliche Kommandos und sorgten dafür, dass wir fluchend und kopflos kreuz und quer über den Platz liefen. Neben dem Gebrüll immer wieder diese scheußlichen Trillerpfeifen. Nach einer Stunde war es geschafft, jeder Gruppenführer hatte seine 12-Manngruppe zusammen. Wer schreit hat Unrecht, hat meine Mutter immer gesagt, aber diese Chaoten glaubten nicht an diese Weisheit. 

Unsere 12-Manngruppe umringte einen mittelgroßen Ärmelstreifen, der sich Stabsunteroffizier Heinrichs nannte: „Also ihr Knallköppe, das was ihr da abgeliefert habt, war ganz große Hühnerkacke…ihr werdet mich noch kennen lernen...ich reiße euch den Arsch bis zur Halskrause auf...im Dienst und bin ich eine Sau!“ 

Wer hier noch skeptisch war, wurde in den nächsten 3 Monaten eines Besseren belehrt. Er bestätigte Tag für Tag sein Selbstbildnis: Heinrichs war eine Sau.
Kalle, Günther, Leo, Dieter, WernerKalle, Günther, Peter, Werner, Dieter
Der perfekte Spind und......ein cooler Typ
Ein Sonnenbad und ein wenig Hausmusik machen das Leben hinter den Mauern einigermaßen erträglich. Karl Stute (Anti-Karl) an der Gitarre.
GefechtsbereitBadespassDarauf trinken wir!
GewehrreinigenBeim Studium: Warum bin ich hier?Ausgehfertig
GewehrappellVollständigkeitsappell
Stabsunteroffizier HEINRICHSMarschzahl einstellen"Hört zu ihr Knallköppe!"
Durch den Matsch und ich vornewegHacken runter!Auf sie mit Gebrüll
Anpirschen......und Gefangene mit Platzpatronen machen......und dann ausruhen.
Stuffz Rump: "Zum letzten Mal ihr Banausen..., ...glotz nicht so blöd!"
Oberleutnant Nölke "Tom Prox" hat Pläne."Wieso Ordnung, geht doch!"
MeldeberichtUnd was machen wir jetzt?
Komm lasst uns singen......und dann wieder ausruhen......oder ein Lagerfeuer machen.
Wir wollen nur noch zurück in die KaserneEndlich zurück mit NachttarnungSchnauze voll! Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte
Patton M 47Patton M 48
Veteranen aus dem Korea-Krieg für uns gerade gut genug. Wir brauchten viele Panzer aber der Bund hatte wenig Geld, also mussten wir uns mit den Gebrauchten zufrieden geben. Zum Spielen hat es uns gereicht. 
Die Mutprobe. Vom Panzer überrollen lassen. Von Onkel Heinz hatte ich mir einen Fotoapparat geliehen um dieses Ereignis im Bild festzuhalten. Dem Hilfsausbilder hatte ich ausdrücklich erklärt, dass ich erst kurz bevor der Panzer mich überrollt den Kopf einziehen werde und er diesen denkwürdigen Augenblick fotografieren soll. Doch daraus wurde nichts, als das Ungetüm 10 Meter vor mir war, bebte Boden, so dass ich blitzartig in Deckung ging. Später wurde diese Übung verboten, weil es dabei eine Reihe von Tote und Verletzte gab.
Holt mich hier raus!!!Jetzt bekommen die Panzer Saures......und hier, nimm das, ein  Molotowcoktail
Ich wurde jeden Tag aus Hemer abgeholt um in Unna tagsüber in Unna an der Bundeswehr-Fahrschule teilzunehmen. Der Fahrlehrer Stabsunteroffizier Kasimir konnte mir nicht mehr viel beibringen.
Links Paul Hundeloh und ganz recht Kamerad Wasshöfer. Wasshöfer machte keine besonderen Anstrengungen um den Lehrgang zu bestehen. Er bekam die Quittung und fiel bei der ersten theoretischen Prüfung durch. Standardfahrzeug war der Borgward B2000 Baujahr 1956. Er hatte einen 6 Zylinder Reihenmotor mit 2,4 Liter und 82 PS. Seine Geländeeigenschaften waren hervorragend.
Unteroffizier Bratkopp hält die Autos in Ordnung Unser Ford wurde Nato-Zige genannt. War sehr schnell.  
Machen wir doch mal......ein Foto von Allen.In Haltern am See
Mein MUNGAPaul Hundeloh und Norbert PawlasVollständigkeitsprüfung
Der MUNGA wurde Anfang der 50er Jahre von DKW als leichtes, geländegängiges Fahrzeug für die neu gegründete Bundeswehr entwickelt.

In langen Tests konnte der MUNGA sich schließlich gegen Modelle von Borgward und Porsche durchsetzen. Die Serienfertigung des MUNGA als "Lkw 0,25t gl" für die Bundeswehr begann 1956.

Der MUNGA wurde zuerst mit einem 900 ccm Zweitakt-Motor angeboten, später mit einem 1000 ccm / 44 PS Zweitakt-Motor. Ab den 70er Jahren wurden im zivilen Bereich viele MUNGAs auf Viertakt-Motoren umgerüstet, meist Motoren von Opel oder Ford.

Die Produktion des MUNGA wurde 1968 eingestellt. Es wurden insgesamt rund 47000 Fahrzeuge gebaut.
Stuffz Rump denkt nach und Rolf Herbold träumt.Uffz Missal schreibt Norbert Pawlas etwas ins Poesiealbum
Die Grundausbildung wird zu Grabe getragen.Auf geht es nach Unna in eine neue Zukunft.
Mitten in der Stadt, die zu dieser Zeit rund 14.000 Einwohner zählte, wurde im sauerländischen Hemer das erste Kriegsgefangenenlager des Wehrkreises VI eingerichtet. "Russenlager" hieß das Lager bei den Einwohnern Hemers, "Sterbelager" nannten es die sowjetischen Kriegsgefangenen. Zwischen September 1939 und April 1945 waren insgesamt mehr als 200.000 Menschen im Kriegsgefangenenmannschaftsstammlager (Stalag) VI A in Hemer interniert, davon mehr als 160.000 aus der Sowjetunion. Sie wurden für die schwersten Arbeiten im Bergbau und in den Kohlegruben eingesetzt. Dort schufteten sie für einen Hungerlohn. Schläge, Demütigungen, Essensentzug und Krankheiten bestimmten ihren Alltag. Das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) stellte für das erste Halbjahr 1944 fest, dass der "durchschnittliche monatliche Verbrauch an sowjetischen. Kriegsgefangenen im Steinkohlebergbau rd. 5000 Kräfte beträgt." Fünf Monate - so kurz war die durchschnittliche Lebenserwartung der sowjetischen Kriegsgefangenen im Bergbau. Sie starben an Lungenentzündung, Tuberkulose oder Herz- und Kreislaufschwäche.
 

Zum Gedenken an die Opfer ist heute in der Blücherkaserne gegenüber der Wache ein Geschichtsraum eingerichtet, in dem die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers dokumentiert ist. Vor dem Kaserneneingang steht seit 1992 ein Mahnmal: "Den Opfern des Stalag VI A zum Gedenken".