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HellwegkaserneKasernentor
Eine der schönsten Kasernen, wenn man beim Anblick einer Kaserne überhaupt von schön reden kann. Viel alter Baumbestand entlang der Fahrstraßen. Später wurde der Mittelstreifen leider entfernt und der Eingang primitiv umgestaltet. Das Kopfsteinpflaster verschwand und dafür gab es eine Asphaltstraße, die so minderwertig war, dass sie im Laufe der Jahre wie ein Flickenteppich aussah. 
Divisionsgebäude und unser BüroUnsere Unterkunft
Das Bermuder-Dreieck: Unterkunft-Divisionsgebäude-Kantine. Das war unser täglicher Trampelpfad, auf dem wir oft auf rätselhafte Weise verschwanden. Mein Trick, immer einen Aktenordner umherzutragen und eine sehr geschäftstüchtige Miene aufzusetzen. Die Vorgesetzten ließen mich laufen und kamen zu der einhelligen Meinung, dass ich sicher einmal ein guter Unteroffizier würde. Sie meldeten mich also prompt in die Uffz-Schule nach Hammelburg an. Mein Blinddarm hat die Ausbildung verhindert.
Tag der Ankunft. Ein einsamer Unteroffizier wartet schon.Einige machten schnell noch ein Gruppenfoto.
Die KantineOpas Meise
Dann ging es aber sofort in die Kantine um von anderen Soldaten zu erfahren, wo wir denn nun gelandet sind. Wie sind die Vorgetzten und wie ist das mit der Arbeit in den Referaten? Aber erst staunten wir über Opa Schinkhof, ein etwas seltsamer Unteroffizier mit Bollerbuxe. Sah viel älter aus als er war. Er hatte eine Meise, sorry, mehrere Meisen. Gegenüber der Kantine hatte er einen Meisenkasten aufhängen lassen und er kümmerte sich intensiv um die Aufzucht der Jungvöel. Einmal wollte ein Spatz sich die tolle Unterkunft aneignen aber nicht mit Opa. Wir mussten eine Leiter besorgen und er fummelte den frechen Eindringlich aus der Behausung. O.K., hier waren richtig!
 
01.06.1959 – 31.03.1963 Chef des Stabes Divisionskommandeur Generalmajor Willi Mantey * 1903 - † 1990
Oberst i.G. von Treskow (links)Das Wappen der 7. DivisionMajor i.G. Glasmacher
Oberst im Generalstab von Treskow. Da staunt der deutsche Oberst, wie zackig und gut gekleidet die Briten daher kommen. Von Treskow mit der üblichen Natobollerbuxe.
Hauptmann WinklerMajor Rhein (Presse)Major von Pfeil und Kleinellguth
Major Schütz, Chef G4Major Glasmacher - Genral ManteyGeneral Müller - General Mantey
Hauptmann Bieg......der Kämpfer......wurde noch Oberstleutnant 
Unser Spieß......Hauptfeldwebel Dublaski......aus Paderborn...
Die Uffze, Stuffze und Feldwebel der KompanieAlso Männer hört mal her....
Prima gemacht Hauptfeldwebel......finde ich auch Hr. Hauptmann
"Du Otto, ich habe da mal eine Idee......die Jungs wollen den General zum Unteroffizier "befördern..."
"Hr. Vorzimmerchef, könnten sie beim General nachfragen?""Ich Unteroffizier? Mensch prima Idee Dublaski"
"Toll Herr General, Uffz. steht ihnen gut.""Na, wie haben wir das mal wieder gemacht?"
BefehlsausgabeStubendurchgang
Die alten "Kriegskameraden" wieder vereint. 2005 = 84 und 64 Jahre, damals 40 und 20 Jahre. Wo ist die Zeit nur geblieben. Auch Frau Dublaski schaut sich interessiert die alten Fotos an.
Gerne bin ich seiner Einladung gefolgt und habe die Familie Dublaski 2005 besucht. Es wurde bei Kaffee und Kuchen über alte Zeiten geplaudert. Er konnte mir viel über den Verbleib unserer ehemaligen Vorgesetzten erzählen. Am 02. Juni 2009 haben wir wieder einmal telefoniert.
Chef der Kartenstelle war Hauptmann Schulze. Einen besseren Abteilungsleiter für meine Dienstzeit konnte ich mir nicht vorstellen. Er verhielt sich mir gegenüber immer wie ein Zivilist. Herr Schulze war immer höflich und ich habe ihn nie bösartig erlebt. Wenn meine Haare wieder einmal von der Länge her nicht mehr der militärischen Norm entsprachen, sagte er zu mir, dass seine Frau der Meinung sei, dass ich als Soldat wohl zu lange Haare tragen würde. Klar, dass ich dann zum Frisör ging, um eheliche Probleme zu verhindern. 

Wir arbeiteten mit den Katasterämtern zusammen und ich war oft mit Herrn Schulze für einige Tage irgendwo in Deutschland unterwegs, um Landvermessungen durchzuführen. Wenn es mir zu heiß wurde, machte ich das Verdeck vom Geländewagen weg, schmiss meine Mütze ins Auto und krempelte die Ärmel auf. Eine Weile sah sich mein Chef das an und machte darauf aufmerksam, dass ich mit meiner Kleiderordnung nicht dem Tagesbefehl entsprach, denn für heute sei schlechtes Wetter befohlen. Er hakte aber nach und wollte von mir wissen, ob wir es wagen könnten, von dem Befehl abzuweichen. Meine Antwort: „Klar Herr Hauptmann!“ reichte ihm aus, um gegen den Tagesbefehl zu rebellieren und seine Mütze abzusetzen. Ein netter Kerl.
Hauptmann SchulzeOberfeldwebel OrlichStuffz. Hans Wiede
Jochen Orlich verstand es im Dienstalltag perfekt das Unnütze mit dem Sinnlosen zu verbinden. Damit war er so beschäftigt, dass jeder dem ehemaligen Kioskbesitzer und gelerntem Dekorateur aus Augsburg abnahm, er sei ein tüchtiger Soldat. Er wurde noch Hauptmann. 

Leider muss ich Hr. Wiede in dieser albernen Art darstellen, weil ich kein Foto von ihm besitze. Mir ist es zwar gelungen, die Adresse von Herrn Wiede zu ermitteln aber die Familienangehörigen schwindeln mir alles Mögliche vor um zu verhindern, dass es zu einem Gespräch kommt. Es ist anzunehmen, dass er wohl geistig nicht mehr ganz ansprechbar ist. Seine Frau und seine Schwiegertochter verhalten sich eher unhöflich bei Telefonaten und auf einen Brief von mir haben sie nicht geantwortet. Das ist sicher nicht im Sinne von Stuffz. Wiede. Schade.
Ich nurKlaus Breuel (tel. 2008)Wolfgang Paul (BVB Fußballstar)
Wolfgang Paul war damals schon eine Berühmtheit. Er spielte seit 1961 beim BVB und war in der Nationalmannschaft. Beide kamen wir aus dem Sauerland, er hatte sein Uhren- und Schmuckladen in Bigge und ich arbeitete in Antfeld (5 km) und wohnte in Warstein. Wir liefen uns später noch einige Male über den Weg. Wolfgang arbeitete damals ebenfalls im Div-Gebäude und kam hin und wieder in mein Büro, um sich von mir Kopien machen zu lassen. Wir nutzen die Kopierzeit für kleine Pläuschen. Am 09.06.2009 haben wir nach vielen Jahren telefoniert.

Mit Wolgang Breuel habe ich 2008 telefoniert aber die Bundeswehrzeit interessiert ihn heute nicht mehr.
"Schütze Traue"Klaus KickermannTraue und Waldemar Hauser
Meine Jungs. Wir zeichneten u.a. Großkarten für den Generalstab und da musste man schon so einige Male auf Tische und Stühle klettern; meine Jungs deshalb, weil die Kerle allesamt nicht besonders groß waren und ich sie um Haupteslänge überragte. Hauptfeldwebel Knoche machte sich lustig und sagte zu mir: „Na, gehst du mit deinen Jungs spazieren?“
Mein Büro. Aufgabe: 333 Karteikarten ausfüllen mit je 4 Zeilen. Ich hatte rechnerisch ermittelt, dass ich bei einer Karte pro Tag bis zum Ende meiner Dienstzeit zu tun hatte. Nach 8 Wochen beschimpfte mich Oberfeldwebel Orlich mit den Worten: "Gerstenköper sie sind ein fauler Sack!" Ihm war aufgefallen, dass den ganzen Tag immer dieselbe Karte in der Schreibmaschine steckte. Daraufhin änderte ich meine Taktik und wechselte 4 x am Tag die Karte und füllte immer nur jeweils eine Zeile aus.  

Das ging eine Weile gut, bis mir aufgrund meines “Knochenjobs“ und völliger Überlastung der Grenadier Hennecke zugeteilt wurde. Ich schätze diese Sorge um mein Wohlergehen und verabschiedete mich von Hennecke mit den Worten: "Hennecke, passen sie mal auf den Laden hier auf, ich gehe in die Kantine und esse mir erst einmal eine Bockwurst und bin so in 1 bis 2 Stunden wieder zurück. Wenn einer nach mir fragt, ich bin im Kartenkeller"

Kurz vor der Mittagspause war ich wieder in der Kartenstelle und wurde von Hennecke schon freudestrahlend auf dem Flur begrüßt. " Herr Gefreiter, ich habe ihnen bei den Karteikarten geholfen, die sind jetzt alle fertig!"

So ein Blödmann, dachte ich bei mir. Auf ein Lob wartet Hennecke noch heute.
1934 Der Beschlussfassung zur Errichtung einer SS-Führerschule auf dem Gelände des städtischen Sportplatzes an der Iserlohner Straße auf Kosten der Stadt Unna, folgten schon am 26. August die Bauarbeiten im Zuge einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme der Stadt. 1933 gab es in Unna 1.040 Arbeitslose, 1938 nur noch 2. Am 30. März 1936 erfolgte die Ankündigung weiterer größerer Kasernenbauten nach Ostern durch das Reichsbauamt Dortmund.

1938 Im Frühjahr waren die Bauarbeiten abgeschlossen. Am 08. Juli 1938 wurde dann eine Nachrichten-Einheit der Standarte "Germania" mit großem Bahnhof in Unna empfangen. Die Stadt war mit Ehrenbögen und Flaggen vom Güterbahnhof bis zur neuen Kaserne geschmückt. An der Spitze des Zuges der teilweise bespannten und motorisierten Einheit zog das berittene Trompeter-Korps mit klingendem Spiel in die Stadt. 28 Bläser auf Rappen, angeführt von einem Apfelschimmel mit den Kesselpauken, sorgten für einen filmreifen Auftritt. Und tatsächlich wirkte dieses Musik-Korps in einigen deutschen Spielfilmen der damaligen Zeit mit. Damit war Unna wieder Garnisonstadt. 

1958 Die Geschichte der 7. Panzerdivision beginnt mit dem Befehl Nr. 162 des Bundesministers der Verteidigung: "I. Korps stellt ab 01.08.1958 in Lippstadt Lager, Stab und Stabskompanie 7. Panzerdivision auf" Unter Führung des ersten Divisionskommandeurs, Generalmajor Mantey, geht der Aufbau der Division als Truppenteil des III. Korps (Koblenz) schnell vonstatten. Als erster größerer Verband wird die sogenannte Panzerkampfgruppe C 3 (später Panzerbrigade 21) aus der 3. Panzerdivision herausgelöst und der neuen Division unterstellt. Ende des Jahres wird die 7. Panzerdivision in 7. Division umbenannt. 

1959 Nach dem Umzug der Division von Lippstadt nach Unna in die Hellweg-Kaserne erhält die Division am 16. März die Bezeichnung 7. Panzergrenadierdivision. Die Aufstellung der Panzergrenadierbrigade 19 in Ahlen beginnt. 

1962 Mit der Aufstellung des Artillerieregiments 7, erreicht die Division einen solchen Umfang, dass sie noch unter ihrem ersten Kommandeur der NATO (Central Army Group) unterstellt werden kann. Vom 17.02. an helfen Soldaten der 7. Panzergrenadierdivision ihren vom Hochwasser bedrängten Mitbürgern an der Elbe bei Hamburg. 

2006 Die 7. wird komplett aufgelöst. Reste des Führungsstabes verbringen ihre letzten Dienstjahre in Bonn

Die 7. Panzerdivision 
aufgestellt 1958. Auflösung 2006
Falls ehemalige Soldaten im Besitz von Bildmaterial sind, rufen Sie mich bitte an 0171-3833293